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Man kann darüber streiten, wann der Geburtstag des Welsh Cob Gestütes Epona in Schönborn ist. Feststeht, das 1969 das erste Fohlen, Epona Fluga, eine Tochter der Tyle Florrie, von Cirby Cane Juggler, geboren wurde. Im selben Jahr wurde der erste Welsh Cob, Rouwkuilen's Domitia, aus der Tydi Flower Girl von Boschveld Aladin in Schönborn heimisch. Ganz sicher kann man ab 1970 von einem eigenen Gestüt sprechen, als Tyle Florrie das erste Fohlen aus einer von uns bestimmten Anpaarung zur Welt brachte.
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Schon ganz zu Anfang hatten wir uns vorgenommen, Kleinpferde zu züchten, die in besonderer Weise für erwachsene Freizeitreiter geeignet wären. Es war uns klar, das neben tadellosen Grundgangarten und robuster Gesundheit, Zuverlässigkeit und Charakterstärke Hauptmerkmal sein müßten. Wir haben in all den Jahren immer nur Pferde zur Zucht benutzt, die wir vorher auf diese Eigenschaften sehr genau geprüft hatten. Bevor eine Stute endgültig zur Stammstute wurde, mußte sie umfangreiche Eignungstests bestehen. Diese Methode erzog uns dazu, die Pferde sehr genau zu beobachten, stets geduldig zu sein und in Generationen zu denken.
Um uns selbst reiterlich fortzubilden und immer wieder die benötigten Reiter heranzubilden, gründeten wir den Ponyverein Schönborn, dessen Mitglieder nahezu ausschließlich auf von uns gezogenen oder von unseren Hengsten abstammenden Ponies reiten. Schon seit etwa zwanzig Jahren ist jeden Samstagnachmittag Pflichtreitstunde für aktive Reiter, die in fünf verschiedenen Gruppen trainieren. Ein Berufsreitlehrer unterrichtet einmal die Woche alle Jugendliche und die fortgeschritten erwachsenen Tunierreiter. Jedes unserer Zuchtpferde hat zwei feste Reiter, von denen der eine meist ein Freizeitreiter, der andere ein jugendlicher Tunierreiter ist. Wir erhalten auf diese Weise über einen langen Zeitraum alle notwendigen Informationen um zu überprüfen, in welchem Umfang die von uns gewünschten Eigenschaften in unserer Zucht vorhanden sind, bzw. welche verbessert werden müssen. Wir benutzen unsere Pferde genauso vielseitig, wie diese veranlagt sind. In allen Disziplinen der Reiterei - mit Ausnahme des Distanzreitens - haben sie gesiegt oder sich plaziert. Mit unserer Methode, die sich von der unserer meisten Zuchtkollegen grundlegend unterscheidet, haben wir bisher nur wenige Schausieger hervorgebracht. Dies liegt daran, daß bei all den vielen reiterlichen Aktivitäten nur relativ wenig Raum für Schauen blieb. Daß sich Brauchbarkeit und Schönheit trotzdem in unserer Zucht vereinen, beweist unser 19-jähriger Seniorenhengst Hewid Ifor, der nach all den erfolgreichen Jahren unterm Satell, 1995 erstmals zur Regionalschau gezeigt wurde, und diese als Supreme-Champion gewann. Folgerichtig haben sich seine Nachkommen im Gestüt auch auf Schauen sehr gut plaziert. Aber es kommt uns nicht nur auf Siege und Plazierungen, sondern ein Großteil der Beschäftigung dreht sich um den Spaß mit dem Pferd. Dafür sorgen neben den Erfolgen tägliche Ausritte, Quadrillestunden, Tagestouren und viele mehrtägige Wanderritte, ja sogar Abenteuerritte ohne feste Ziele, mit Campieren im Wald, Anbinden der Pferde am Hochseil, leben von Mais und Kartoffeln. Dabei haben uns auch immer unsere Hengste Menai Welsh Patriot, Hewid Ifor und 1995 erstmals der Junior Epona Pinocchio als zuverlässige Kameraden begleitet.
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